• Das dritte FINANZFORUM VORDENKEN fand am 24. November 2011 im renommierten Hotel Hessischer Hof in Frankfurt statt.

  • Prof. Norbert Walter, Vorsitzender der Jury, und Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan führten durch die Veranstaltung.

  • Prof. Paul Kirchhof nahm die Auszeichnung zum "Vordenker 2011" gemeinsam mit seiner Frau entgegen. Das Preisgeld über 10.000 Euro kommt der "Jutta und Paul Kirchhof Stiftung" zur Förderung von Studenten zugute.

  • Luca Pesarini, Fondsmanager und Vorstand der Ethna Capital Partners, forderte in seinem Vortrag "Vorausschauend investieren, nachhaltig handeln" u. a. eine Reduzierung öffentlicher Ausgaben, Umschuldungsprogramme und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

  • In der anschließenden Gesprächsrunde vertieften Luca Pesarini, Prof. Paul Kirchhof und Prof. Norbert Walter die Analyse der aktuellen Marktsituation und erörterten Lösungsansätze wie die Einführung einer Transaktionssteuer.

  • Thorsten Alsleben, Kienbaum Consultants International, moderierte die Diskussion. Der ehem. ZDF-Redakteur ist ebenfalls Mitglied der Vordenker-Jury.

  • Prof. Norbert Walter, ehem. Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe und "Vordenker 2008", sprach sich u. a. für die Eigenkapitalunterlegung von Finanztransaktionen und klare Regularien für Beleihungsgrenzen  aus.

  • Das Duo Samuel Jersak und Lajos Bartha begleitete die Veranstaltung musikalisch.

  • Neben dem fachlichen Austausch bot das FINANZFORUM VORDENKEN ausgiebig Gelegenheit für gute persönliche Begegnungen - und neue Kontakte.

  • Prof. Peter Voß, ehem. SWR-Intendant, dankte in seiner Laudatio Prof. Kirchhof dafür, die Diskussion neu angestoßen zu haben, "dass der Staat seine Bürger nicht in Versuchung führen dürfe, durch die Intransparenz der Gesetze geltende Regeln zu missachten".

  • Prof. Paul Kirchhof nahm die Auszeichnung zum "Vordenker 2011" aus den Händen des vorherigen Preisträgers,  Bischof a.D. Prof. Wolfgang Huber entgegen.

  • Setzt die Reihe namenhafter Vordenker fort: Prof. Paul Kirchhof, "Vordenker 2011", (M.) mit Bischof a.D. Prof. Wolfgang Huber, "Vordenker 2009" (l.), und Prof. Norbert Walter, Jury- Vorsitzender und "Vordenker 2008" (r.).

  • Die gesamte Jury des Vordenker-Preises mit Preisträger Prof. Paul Kirchhof. Das Gremium besteht aus unabhängigen Vertretern der Wirtschaft, Finanzdienstleistung und der Medienpraxis.

"Freiheit braucht den Beitrag jedes einzelnen. Dann entstehen Räume für Wirtschaftswachstum."

Es war ein Fest für die Gerechtigkeit - und das nicht allein aus dem Grund, dass ein Bundesverfassungsrichter a.D. den Preis zum "Vordenker 2011" erhielt. Das dritte FINANZFORUM VORDENKEN stand ganz im Zeichen der großen Themen dieser Tage: Schuldenkrise und Lösungswege, Wirtschaftswachstum und Gesellschaftswandel.

170 Gäste und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Hochschule, Medien und Kirche diskutierten in Frankfurt. Und waren sich einig: Transparenz und Rechtschaffenheit sind die Werte, die es braucht, um das Vertrauen in Europa, in den Euro und die deutsche Volkswirtschaft wieder herzustellen. 

Vordenker

2011

Professor Dr. Dres. h.c.
Paul Kirchhof

Denn nur eine Wirtschaftsordnung, die einfach und verständlich ist, kann als gerecht anerkannt werden. Nur eine Rechtsgemeinschaft, deren Regeln eingehalten werden, kann internationale Stabilität sichern.

Für die Jury des Vordenker-Preises die beste Bestätigung ihrer Entscheidung für Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof. Der Bundesverfassungsrichter a.D. erhielt die Auszeichnung zum "Vordenker 2011" für sein Modell eines grundlegend vereinfachten Steuerrechts. Ein Recht, das die Menschen zu "verantwortungs- bewussten Bürgern macht", so Kirchhof in seiner Dankesrede. "Denn Steuern sind im besten Sinne der Preis der Freiheit. Freiheit braucht Leistung und den Beitrag jedes Einzelnen. Dann entstehen Räume für Wirtschaftswachstum."

Vordenker 2011

Steuerrecht und Gerechtigkeit.

146 Paragrafen statt 30.000 - das ist der Grundgedanke des vereinfachten Steuermodells von Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof. Über zehn Jahre erarbeitete er zusammen mit Studenten seines Lehrstuhls an der Universität Heidelberg den Rechtsentwurf, "der den Namen Recht wieder verdient".

Doch dem Bundesverfassungsrichter a.D. geht es um mehr: "Ich möchte ein Recht bieten, das die Menschen als gerecht verstehen. Das ihnen nachvollziehbar macht, wofür sie ihren Beitrag geben: für sichere Infrastrukturen und gute Rahmenbedingungen, um erfolgreich wirtschaften zu können." Eine Vision, die Prof. Kirchhof zum "Vordenker 2011" auszeichnet.

Nachdenken. Mitdenken. Vordenken.