"Die Zukunft wird ein Europa der Regionen sein. Doch wir müssen
als Volkswirtschaft zusammenrücken."

Jean-Claude Juncker ist Europäer durch und durch. In seiner Dankesrede als Vordenker-Preisträger 2014 erinnerte er aber – und vielleicht gerade deshalb – bewusst an jene, die Europa auf den Weg zu einem Kontinent des Friedens gebracht haben: die Kriegsgeneration der Eltern und Großeltern.

Veranstaltung

2014

Wir zeichnen Menschen aus, die neue Wege sehen und neue Wege gehen - damit viele ihrem Beispiel folgen.

„Wenn es um Lobzuweisungen in Sachen der europäischen Einigung geht, möchte ich zu mehr Bescheidenheit aufrufen: Das waren die, die vor uns da waren.“

Was den Blick in die Zukunft Europas betrifft, hatte Jean-Claude Juncker beim FINANZFORUM VORDENKEN 2014 eine ähnlich entschiedene Position.

Für ihn liegt sie nicht in den Vereinigten Staaten von Europa oder in einem europäischen Staatenbund, sondern in der Nationalstaatlichkeit. „Die Zukunft wird ein Europa der Regionen sein. Denn Nationen sind auf Dauer angelegt. Doch wir werden immer weniger und nicht die größte Volkswirtschaft der Welt bleiben.

Darum müssen wir zusammenrücken, mehr über Europa und voneinander wissen. Das ist unsere Chance, auch morgen noch wirtschaftliches Gewicht zu haben und ein Kontinent des Friedens zu sein. Für uns und andere.“

Vordenker 2014

Jean-Claude Juncker war von 2005 bis 2013 Vorsitzender der Euro-Gruppe und von 1995 bis Dezember 2013 Premierminister seines Heimatlandes Luxemburg.

Wie kein zweiter Politiker hat er nahezu alle Entwicklungen der europäischen Integration maßgeblich gelenkt und es zugleich verstanden, die Menschen für seine Vision eines geeinten Europas zu gewinnen.

Für seine herausragenden Verdienste um die europäische Währungsunion und seine Anwaltschaft für eine sozial gerechte und marktwirtschaftliche europäische Ordnung erhielt Jean-Claude Juncker die Auszeichnung als "Vordenker 2014". Seit 1. November 2014 ist er Präsident der Europäischen Kommission.

 

 

Nachdenken. Mitdenken. Vordenken.